Fremd ist der Fremde nur in der Fremde!

Mineralien, Fossilien und Edelsteine - Eigenfunde, Fundorte, Bearbeitungsmethoden ohne Bezug zur Heilsteinkunde.

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Fremd ist der Fremde nur in der Fremde!

Beitragvon Thuja » Do Jul 15, 2010 17:54 17

Das hat Karl Valentin schon vor langer Zeit völlig richtig erkannt!

Als ich vorgestern nach der Arbeit noch ein bisserl zum Füße-Abkühlen an (und auch ein bisserl in) der Isar spazierenging, ist mir schließlich folgender Stein aufgefallen - ein ziemlicher Brocken:
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Er hat in der Sonne so dermaßen "unquarzig" geglitzert (leider kommt das auf dem Foto (aufgenommen bei Wolkenhimmel heute) gar nicht 'rüber), dass ich ihn mir genauer besehen und letztendlich auch mitheimnehmen/-schleppen musste...
Ich tippte beim ersten Gucken auf 'was Granitiges, aber das kann ganz nicht stimmen... die dafür übliche "Körnigkeit" ist nicht sichtbar, die dunkleren Stellen lassen sich mit dem Messer nicht ritzen, die helleren Stellen schon. Und der blättrige Glimmer-Anteil ist extrem empfindlich, ich tippe da auf Muskovit oder Biotit...
Hier ein paar Details:
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Solch ein Gestein ist jedenfalls hier an der Isar nicht heimisch, keine Ahnung, wie der da hinkam...
Nur würde ich jetzt auch gern wissen, was das denn ist... und wo der wohl herkommen kann?
Gibt's so was bei irgendwem von Euch vergleichsweise?

Liebe Grüße
Thuja
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Re: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde!

Beitragvon aquamarine » Do Jul 15, 2010 18:36 18

Liebe Thuja,

dein Schleppstein sieht wirklich nicht nach Isarstein aus.

Kann es sein, dass er mit der Schneeschmelze zu Euch gekommen ist???

Am Rhein haben wir ja auch viele Gaststeine aus den Alpen, Schwarzwald

usw.

Ich habe solch ähnliche Steine aus den Alpen. Muss doch mal in meinem Fundus

nachsehen, oje, das kann dauern.

Wo hast du denn deinen Schleppi patziert. Auch auf dem Klavier ???

Nicht, dass du die Beine demnächst verstärken musst, sonst spielst du

eines Tages deine Melodien auf der Erde sitzend. :lachb

Viel Freude mit ihm und hoffentlich bald Gewissheit wo er herkommt.

Liebe Grüße
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Re: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde!

Beitragvon Thuja » Do Jul 15, 2010 20:21 20

Liebe Aquamarine,

also mit der Schneeschmelze, das glaub' ich nicht, dazu ist er zu groß und zu schwer...
ich hab' eher eine andere Vermutung: Ein Teil der Isar innerhalb von München, der vorher "zubetoniert" war mit Spundwänden etc., ist ja renaturiert worden in den letzten Jahren. Da haben sie schon gesagt, dass sie dabei für "Trümmer" in der Tiefe einen gerade gut erhältlichen Kalkstein mitverwendet haben, der eigentlich nicht in der Isar vorkommt, ich glaub', aus Solnhofen oder so... aber eben ganz "unten" im Flussbett, so dass das nicht auffallen sollte... inzwischen hab' ich aber schon einige Kalkstein-Trümmer gesehen, die nicht "Isar-Umgebung"-typisch sind, die sind vielleicht mit dem Hochwasser ein bisserl "hochgeschwommen", aber nicht weit gekommen... aber das sind nochmal ganz andere Steine als dieser Findling... aber vielleicht ist der irgendwie versehentlich zu den "Kalk-Trümmern" dazugeraten bei der Renaturierung und ist nun durch's Hochwasser an Land gespült worden...

Nein, auf dem Klavier steht der nicht, momentan noch im Bad auf dem Boden, weil er nochmal ins Wasser muss, kann ihn bloß wegen des Glimmers nicht so gut abschrubben, wenn man ihn in die Hand nimmt, hat man danach noch staubige Hände, weniger als zu Anfang, aber doch so, dass er noch ein bisserl Wasserreinigung braucht... vermutlich wird er dann danach nach draußen vor's Fenster in die betonierte "Blumenkastenmulde" umziehen, wo schon ein weißer Isar-Quarz und ein grüner Radiolarit aus der Isar wohnen, zudem ein "Bewachungs-und Hüterstein" von einer lieben Forine. (Bepflanzte Blumenkästen hab' ich nämlich schon lange nicht mehr in diesen Mulden, da sich bei den Pflänzchen die Ameisen extrem dort wohlgefühlt haben und mir sozusagen durch div. Ritzen "die Bude stürmten", jedes Jahr mehr... Das fand ich nicht ganz so spannend, keine ökologischen Mittel halfen... und als damals vor Jahren wegen Fassadenrenovierung die Blumenkästen ohnehin hinaus mussten, habe ich keine neuen mehr hinterher hineingestellt.)

Liebe Grüße
Thuja
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Re: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde!

Beitragvon MissJuli » Do Jul 15, 2010 20:36 20

Liebe Thuja,
ein echter Spitzen-Brocken, den hätte ich auch mitgenommen...
Danke fürs Zeigen...
Liebe Grüße von Jutta :daumen
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Re: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde!

Beitragvon ebel » Do Jul 15, 2010 21:27 21

Hallo Thuja,
ich habe mal so was granitartiges im Odenwald in Hessen gesehen.
Eigentlich wollte ich da Schörl und Granate suchen. Und schon auf dem Weg ist mir gelblicher Granit aufgefallen.
Allerdings habe ich ihn weder genauer betrachtet, noch habe ich einBelegstück mitgenommen. Ich habe auch keinen Hinweis auf einen Steinbruch, wo er abgebaut und mineralogisch näher beschrieben wird.
Vielleicht vergleichst Du mal den Stein, der ja auch von einem Bauwerk kommen kann, mit den verschiendenen "Granit"arten in der http://naturstein-suchmaschine.de/ , vielleicht grenzt das ja die Suche mehr ein?
Gruß
ebel (der heute lediglich Dolomit für die Terasse schleppte)
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Re: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde!

Beitragvon Thuja » Do Jul 15, 2010 22:03 22

Da muss ich mal gucken, scheint ja sehr umfangreich zu sein, diese Datenbank! Danke, lieber Ebel!!!

Liebe Grüße
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Re: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde!

Beitragvon barbara » So Jul 18, 2010 22:21 22

Thuja hat geschrieben:... (Bepflanzte Blumenkästen hab' ich nämlich schon lange nicht mehr in diesen Mulden, da sich bei den Pflänzchen die Ameisen extrem dort wohlgefühlt haben und mir sozusagen durch div. Ritzen "die Bude stürmten", jedes Jahr mehr... Das fand ich nicht ganz so spannend, keine ökologischen Mittel halfen... und als damals vor Jahren wegen Fassadenrenovierung die Blumenkästen ohnehin hinaus mussten, habe ich keine neuen mehr hinterher hineingestellt.)

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Steine sind auch viel pflege-leichter als Blumen. Magst Du uns Deinen Steingarten mal zeigen?

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